Drei Schnupps? Jaja. Drei Schnupps! Den Babyindianer Schnullerjoe konnten wir überreden, zur Verstärkung mitzukommen. Schließlich gibt es ne Menge zu essen unterwegs und kuscheln wollen wir drei ja auch 😊
Jede Südfahrt findet bei Bernd und Mike seit einigen Monden ihre Gründung, quasi ihr Fundament bei der Heckelbrauerei in Waischenfeld. Ihr habts sicher gleich erraten. Das beste Bier der Welt, das kommt aus Waischenfeld oder wie es die mürrischen Braumeister zu sagen pflegen (eigentlich sind sie nur mürrisch und reden nicht, aber es steht auf Zeitzeugnissen wie Zetteln an der Wand und Biersiphons geschrieben): „Drückt dich ein Kummer, plagt dich ein Schmerz, trink a Maß Heckel und leichter wirds Herz“,wobei die soeben durchgeführte Quellenrecherche ergab, dass sich auch die Brauerei Auer des Ursprungs des Slogans berühmt. Offensichtlich hat die Kopierkatze damals nicht mit der Geburt des Internets gerechnet. Aber ich schweife ab. Daher zurück zum Babyindianer. Der wollte ja schon immer mal in den Süden und hat uns überredet mitzukommen. Pünktlich vor Abfahrt wurde die Wärmepumpe fertig ins Häusl verbaut und die Spuren der polnischen Fleißmeisen beseitigt. Es war eine Freude, im Urlaubsstress mit Baby noch den Fleißmeisen Kaffee zu kochen 😌 Aber jetzt heizen wir mit Strom. Und das ist gut so. Aber zurück zur Südfahrt. Süden ist auf der anderen Seite von Norden also quasi hinter Norden. Wenn ihr immer weiter nach Norden lauft, kommt ihr irgendwann bei der Heckelbrauerei an. Oder wie es die mürrischen Tauben sagen „Alle Wege führen zur Heckelbrauerei.“. Ihr hört es durch, Familie Schnupp, zumindest der männliche Teil, ist verliebt ins beste Bier der Welt. Das wissen die Heckelboys auch, denn Mike hat es ihnen schon mehrfach verschwärmt. Alle freuten sich daher auch auf den diesjährigen Besuch von Mike. So jedenfalls Mikes freudvolle Erwartung. Doch der diensthabende Heckler erkannte Mike nicht. Es kam fast zum Durchschneiden des jahrelang gewobenen festen Beziehungsbandes, da Mike nicht wusste, dass die Brauer nicht selbst ihre Siphons auswaschen (das scheint Pöbelarbeit zu sein und dem feinen Herrn Künstler nicht anzustehen). Nachdem der Sommelier Mike eröffnete, dass er frisches Bier in die miefige Deckelvase vergoldströmen wollte, schrieh Mike „Halt ein! Die hab ich nicht ausgewaschen!“. Kaltschnäuzig belehrte der Brauwirt Mike mit den Worten „Ja selber schuld“. Ihr könnt euch den Schmerz nicht vorstellen, den der Pfeil mitten in meinem Herzen ausgelöst hat. Ich hatte in der Heckelbrauerei meine neue Liebe gefunden. Museum und Sozialstudie gepaart mit dem besten Bier der Welt… Das gibt es kein zweites Mal. Und die Liebe soll nun vorbei sein? Als bewusster Konsument belohne ich stets nette Läden mit fortgesetztem Konsum und strafe unhöfliche mit Meidung. Die Innenstädte sind nicht etwa wegen Amazon wie leergefegt, die Ladenhüter waren einfach nur unhöflich zu mir. Aber Heckel… Und ich… Das darf so nicht enden. Ich fasste mir also das tropfende Herz und erörterte und entschuldigte meinem Faux Pas zutreffend mit meiner Ignoranz den Ureinwohnern gegenüber. Ich will nicht wissen, wie oft der Maier Hubert aus dem Nachbardorf schon seinen dreckschen Humpen achtlos zu den Heckelboys gebracht und auswaschen lassen hat. Und jetzt kommt der nächste, der denkt der kann das machen… Da liegen freilich die Nerven blank. Meine Entschuldigung wurde freilich angenommen. Ich ließ den zweiten, sauberen unserer Siphons noch mal ausspülen und bekam ein frisches Heckel. Wir waren versöhnt. Ich hätte diese Trennung nicht vertragen.
Kurzum… Es geht in den Süden. Und wenn es für euch auch mal dahin geht, BITTE kehrt unbedingt in der Heckelbrauerei ein und lasst euch eins zapfen. Das Bier ist fast geschenkt, so billig. Kein anderes schmeckt besser und der Blick durch das Fenster in die Vergangenheit ist kostenlos.
Der Comanche und der Babyindianer wollten nach Portugal also 5. Gang ins Pferd und linke Loipe.
Es folgen unbewegte Bilder:

Falsche Richtung, Schnullerjoe!

Christel ist gepackt.

Sogar für Schnullerjoe war noch Platz!

Kapitän, Steuermann und hinten Fressraupe.

Liebt mich!

Der Babyindianer schämt sich für seine heckelsüchtigen Eltern und hält sich den analogen Pornobalken vors Gesicht.

Liebe heilt alle Wunden.

Abends am Zeltplatz schmeißt Joe ne Runde und Bernd schreibt schon mal die erste Postkarte für Portugal vor, die er auf Amazon im Vorteilspack gekauft hat.

So ssieht das dann in der Nacht aus. Joe hat Bernd volle Kanne an die Wand gekuschelt.